Das solltest Du bei der Lymphdrainage nach einer Fettabsaugung beachten

Was versteht man unter einer Lymphdrainage?

Die Lymphdrainage wird in unterschiedlichen Bereichen angewandt. Es handelt sich dabei um eine Form der Massage. Ihr Nutzen liegt vor allem darin überschüssige Wasseransammlungen abzuleiten. Eine Lymphdrainage sollte nur von geschultem Personal und auch nur zu medizinischen Zwecken durchgeführt werden. Die Anwendung findet meistens vor allem dann statt wenn ein Patient an einem Lymphödem erkrankt ist.

Die Anwendung einer Lymphdrainage unterstützt vor allem den Abfluss der angestauten Lymphflüssigkeit. Auch wenn Du an anderen Symptomen leidest, kann eine Lymphdrainage empfehlenswert sein. Sie hilft dabei Anstauungen im Körper zu minimieren. Die meisten Betroffenen leiden hierbei an geschwollenen Beinen oder Armen. In dem Fall kann eine Lymphdrainage direkte Abhilfe schaffen. Die Schwellung bildet sich dabei direkt unter der Haut weil dort die Lymphbahnen angesiedelt sind.

Die Lymphbahnen werden bei der Anwendung der Lymphdrainage durch gezielte Ausstreichen angeregt. Im Gegensatz zu einer herkömmlichen Massage sind die Handgriffe bei der Lymphdrainage sanft und streichend. Der Körper des Betroffenen wird dabei sanft in streichenden Bewegungen behandelt. Dies hilft die angestauten Flüssigkeiten auszuleiten.

Warte mit der Anwendung nicht zu lange! Vor allem dann, wenn bereits eine Schwellung sichtbar ist, solltest Du die Anwendung in Erwägung ziehen. Wurdest Du operiert, ist eine Lymphdrainage ebenfalls ratsam. Bei vielen operationellen Eingriffen werden durch den Schnitt in die Haut die Lymphbahnen durchtrennt. Dies hindert den Abfluss der Lymphflüssigkeit und es kommt zu einer Schwellung. Grund dafür ist, dass die Flüssigkeit nicht mehr abfließen kann. Experten raten deshalb nach einer Operation zu einer Lymphdrainage. Diese kann vor allem nach einem operationellen Eingriff dazu beitragen die Schwellung zu minimieren oder gar abzubauen.

Viele Sportler schwören auf die Anwendung einer Lymphdrainage nach Sportverletzungen. Hast Du einen Langstreckenflug hinter Dir? Auch dann raten Experten zu einer Lymphdrainage. Durch die starre Haltung im Flugzeug und den Luftdruck speichert der Körper zusätzlich Flüssigkeit. Es kommt zu Schwellungen, die mittels einer Lymphdrainage einfach behoben werden können.

Bei der Lymphdrainage ist es aber besonders wichtig, dass diese nur von geschultem Personal ausgeführt wird. Siehe deshalb unbedingt von einer Selbstbehandlung ab. Nur geschulte Therapeuten sind dazu berechtigt die speziellen Handgriffe auszuführen.

Wie wirkt eine Lymphdrainage nach einer Fettabsaugung?

Immer mehr Schönheitschirurgen raten ihren Patienten zu einer Lymphdrainage nach einer erfolgreichen Fettabsaugung. Die Regeneration kann durch die Anwendung deutlich beschleunigt werden. Wie auch bei anderen operationellen Eingriffen, wird auch bei einer Fettabsaugung ein Schnitt in die Haut vorgenommen. Dabei werden in den meisten Fällen die Lymphbahnen durchtrennt. Die Lymphflüssigkeit kann deshalb nicht mehr richtig abfließen. Eine Lymphdrainage kann hierbei helfen.

Warte nach der Fettabsaugung aber mindestens zwei Wochen bevor du mit der Behandlung der Lymphdrainage beginnst. Es ist wichtig, dass sich dein Körper zuerst regenerieren kann bevor mit der Behandlung begonnen wird. Danach ist Lymphdrainage eine medizinische Anwendung, die enorm zum Heilungsprozess beitragen kann.

Bei der Behandlung wird der Körper dazu angeregt überflüssige Schadstoffe auszuscheiden. Die Lymphdrainage hilft dem Körper dabei zu entgiften. Vor allem nach einer Fettabsaugung ist die Anwendung deshalb sehr empfehlenswert. Ein weiterer Aspekt ist, dass nach den meisten operationellen Eingriffen absolutes Sportverbot herrscht. Sportliche Betätigung hilft in der Regel jedoch zum Abtransport der Lymphflüssigkeiten. Durch die Anwendung wird der Körper dabei unterstützt die Schadstoffe auch trotz Sportverbot loszuwerden.

Eine Lymphdrainage ist jedoch auf keinen Fall mit einer Wellnessanwendung zu verwechseln. Auch wenn die Anwendung für die meisten Patienten als sehr angenehm und entspannend empfunden wird, ist die Lymphdrainage eine medizinische Behandlung.

Ablauf einer Lymphdrainage

Die Methodik bei einer Lymphdrainage unterscheidet sich stark von anderen Massagen. Der Massage Therapeut geht bei der Anwendung sanft und behutsam vor. Bei anderen Massagetechniken hingegen arbeitet der Therapeut mit wesentlich mehr Druck und Kraft.

Bei der Lymphdrainage setzt der Therapeut seine gesamte Handfläche ein. Er bewegt diese sanft und kreisend. Diese Bewegung regt den Abfluss der angestauten Lymphflüssigkeit an. Nach der Fettabsaugung muss der Therapeut hierbei besonders behutsam vorgehen, um das operierte Areal nicht zu irritieren oder gar zu verletzen.

Die Lymphdrainage hat außerdem den Effekt die körpereigene Abwehr zu steigern. Sie entlastet den Körper und spielt deshalb vor allem bei der Regeneration eine erhebliche Rolle. Während der Behandlung wird der Kreislauf und der Stoffwechsel angeregt. Überflüssige Schadstoffe werden in der Regel direkt ausgeschieden. Viele Patienten verspüren deshalb nach der Behandlung den sofortigen Drang zur Toilette.

Häufigkeit der Anwendung

Nachdem du zwei Wochen nach der Fettabsaugung abgewartet hast, kannst du mit der Behandlung beginnen. Je nachdem wie stark die Schwellungen sind, kann die Behandlung am Anfang sogar bis zu zweimal täglich durchgeführt werden. Um sichtbare Erfolge zu erzielen, sollte die Lymphdrainage jedoch mindestens zweimal pro Woche angewandt werden.

Eine Lymphdrainage ist nicht mit einer Massage zu vergleichen. Da bei der klassischen Massage deutlich mehr Druck ausgeübt wird, solltest du deshalb dringend von einer Massage absehen. Durch die Anwendung einer Massage können insbesondere nach einer Operation Verletzungen entstehen. Die Heilung kann deshalb durch die Anwendung einer Massage enorm verlängert werden.

Wann sollte eine Lymphdrainage nicht durchgeführt werden?

Eine Lymphdrainage soll zur Regenerierung des Körpers beitragen und ihn dabei unterstützen Schadstoffe loszuwerden. In manchen Fällen sollte aber dennoch von der Anwendung abgesehen werden. Leidest du zum Beispiel an einer akuten Thrombose oder einer ausgeprägten Herzschwäche solltest du unter keinen Umständen eine Lymphdrainage durchführen lassen.

Jeder Körper ist unterschiedlich. Manche Menschen reagieren nach einem operationellen Eingriff mit einer Wundheilungsstörung oder gar einer akuten Infektion. Auch dann darf keine Lymphdrainage durchgeführt werden. Suche in diesem Fall unbedingt einen Arzt auf. Dieser kann den weiteren Behandlungsplan dann mit dir besprechen.

Wie lange ist die Behandlungsdauer?

Die Anwendung der Lymphdrainage dauert in den meisten Fällen zwischen 30 und 60 Minuten. Experten empfehlen jedoch die Lymphdrainage nach einer Fettabsaugung mindestens 45 Minuten durchzuführen. Nur so können spürbare Erfolge erzielt werden. Die Regelmäßigkeit der Anwendung trägt zusätzlich zum Erfolg bei.