Schon früher galt die Berührung des Körpers als Heilmethode. Der Ursprung der Massage liegt deshalb schon weit zurück. Die heilende Wirkung einer Massage hast du wahrscheinlich auch schon an dir feststellen können. Zwickt oder drückt es irgendwo im Körper drücken wir automatisch an der Stelle herum, um Linderung zu verspüren.
Massagen haben aber nicht nur auf den Körper eine durchaus positive Wirkung, sondern auch auf die Psyche.
Wann kann eine Massage das Wohlbefinden steigern?
Es gibt kaum eine Therapieform, die genauso wirkt wie eine Massage. Die Behandlung mittels einer Massage findet oft ganzheitlich statt und erstreckt sich dabei über den gesamten Organismus. Auch die Psyche kann von der Anwendung profitieren. Man sagt der Massage deshalb auch nach, dass sie Körper und Geist wieder ins Gleichgewicht bringen kann. Zusätzlich lindert sie lokale Schmerzen und kann sowohl präventiv als auch bei akuten Beschwerden angewandt werden.
So wirkt eine Massage
Eine Massage hat verschiedene Wirkungsweisen. Die Behandlung richtet sich individuell nach Patient und kann deshalb verschiedene Auswirkungen haben.
Schlafstörungen behandeln
Schlafstörungen sind aufgrund von psychischer Belastung im Alltag in der heutigen Gesellschaft nichts Ungewöhnliches mehr. Viele Menschen sind deshalb auf der Suche nach Abhilfe. Eine Massage kann nachweislich zur Förderung eines gesunden Schlafes beitragen.
Die Anwendung einer Massage hat eine positive Auswirkung auf die Psyche. Wer entspannter durch den Alltag geht, schläft nachts besser. Eine Massage fördert die ganzheitliche Entspannung. Viele Patienten berichten deshalb über den positiven Erfolg in Bezug auf Schlafstörungen nach der regelmäßigen Anwendung von Massagen.
Verspannungen werden gelöst
Dass Menschen an muskulären Verspannungen leiden ist keine Seltenheit. Oft sitzen diese fest und führen zu einer Verhärtung der Muskulatur. Oft beginnt eine Verspannung verhältnismäßig harmlos und kann jedoch bis hin zu chronischen Erkrankungen führen.
Eine Massage kann dem entgegenwirken. Je nach Massageform wird der Massage Therapeut verschiedene Methoden anwenden um gezielt Blockaden und Verspannungen zu lösen. Manchmal werden sogar Akupressurpunkte behandelt, die zudem Einfluss auf das ganzheitliche Wohlbefinden nehmen können.
Linderung von Schmerzen
Menschen, die an chronischen Schmerzen leiden können von der regelmäßigen Anwendung einer Massage stark profitieren. Durch die Massage wird der Schmerz durchbrochen. Die Wirkung kann bei häufiger Anwendung sogar langfristig erzielt werden. Massagen mindern nachweislich Schmerzen. Durch die Schmerzlinderung können andere Therapieformen stattfinden.
Viele Physiotherapeuten lockern deshalb vor der Durchführung von speziellen Übungen erst mal die Muskulatur. Durch die Wärme, die durch die Reibung während der Massage entsteht, können sogar Schmerzen in der tieferliegenden Muskulatur gelindert werden.
Förderung der Durchblutung
Die Anwendung einer Massage fördert nachweislich die Durchblutung. Die Muskulatur, aber auch die Organe werden dementsprechend besser mit Sauerstoff versorgt. Auch Nährstoffe werden besser durch den Körper transportiert. Schadstoffe können durch eine gesunde Durchblutung leichter aus dem Körper ausgeschieden werden. Das ganzheitliche Wohlbefinden sowie die Gesundheit des Menschen wird durch die Massage angeregt und nachweislich gefördert.
Verbesserung der Wundheilung
Eine Massage kann die Wundheilung anregen und somit den Heilungsprozess beschleunigen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Massage die Durchblutung anregt und das Gewebe deshalb besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird. Der Heilungsprozess kann besser stattfinden. Heilt eine Wunde besser, wird gleichzeitig die Narbenbildung reduziert.
Selbst bei bereits bestehendem Narbengewebe kann eine Massage helfen. Das Narbengewebe wird besser durchblutet und kann sich dadurch regenerieren. Der Therapeut kann durch eine Massage eventuell sogar eine Minderung der Narbe erzielen. Wichtig ist dabei jedoch, dass der Heilungsprozess von mindestens zwei Wochen abgewartet wird bis mit dem Massieren begonnen wird. Ein erfahrener Therapeut kann dich hierzu beraten und den Therapieplan individuell mit dir abstimmen.
Förderung der Entschlackung
Durch den Abbau von Lymphflüssigkeiten können sichtbare Schwellungen abgebaut werden. Menschen, deren Körper krankheitsbedingt nicht mehr imstande ist die Schlacke abzubauen können durch die Anwendung einer manuellen Lymphdrainage eine Verbesserung erfahren.
Obwohl die Lymphdrainage grundsätzlich nicht als Entspannungsanwendung angesehen werden sollte, wird sie durch die streichenden Bewegungen dennoch der Massage zugeordnet. Eine Lymphdrainage kann zudem bei der Bekämpfung von Cellulite helfen.
Kräftigung des Immunsystems
Durch regelmäßige Massage Anwendungen wird das Immunsystem gestärkt. Das grundsätzliche Körperbewusstsein wird gestärkt und sogar der Stoffwechsel kommt in Schwung.
Bestimmte Massageanwendungen können zudem bestimmte Reize auslösen. Die Fußreflexzonenmassage zum Beispiel massiert gezielte Reflexpunkte, die sogar bei Organleiden helfen können. Die Selbstheilung des Körpers wird dadurch aktiviert. Dies unterstützt zudem die Abwehrkräfte.
Reduzierung von Stress
Eine Massage wirkt entspannend und fördert nachweislich das Wohlbefinden. Ärzte raten deshalb sogar bei Angststörungen oder Depressionen zu der Anwendung einer Massage. Durch den Hautkontakt, der bei der Massage entsteht, werden Glückshormone frei gesetzt. Diese tragen zur Reduzierung von Stress bei.
Die psychische Gesundheit wird positiv beeinflusst und gestärkt. Eine Massage bietet zudem eine wunderbare Auszeit im stressigen Alltag. Auch wenn die Anwendung nur eine Stunde lang ist, ist der Mehrwert für den Menschen dennoch erheblich. Massagen finden übrigens auch in der Neurologie ihre Anwendung. Sie können nachweislich Spastiken oder Sensibilitätsstörungen behandeln.
Wann sollte von einer Massage abgesehen werden?
Die Wirkung der Massage ist grundsätzlich sehr positiv auf den menschlichen Körper. Es gibt dennoch einige Ausnahmen, bei denen von einer Massage unbedingt abgesehen werden sollte. Hierzu zählen zum Beispiel eine akute Thrombose, aber auch eine Herzerkrankung wie ein Schlaganfall oder ein Herzinfarkt. In diesem Fall könnte eine Massage das Wohlbefinden sogar verschlechtern und dem Menschen damit sogar schaden.
Auch bei akuten Entzündungen sollte auf keinen Fall massiert werden. Der Körper braucht in diesem Fall dringend Ruhe. Eine Massage ist eventuell wohltuend aber dennoch eine Belastung für den Körper. Vor allem bei fieberhaften Erkrankungen darf deshalb unter keinen Umständen massiert werden.
Wenn du dir unsicher bist, ob du dich massieren lassen kannst, lasse dich am besten im Vorfeld von einem Arzt oder einem Massagetherapeuten beraten.